Metanavigation:

Hier finden Sie den Zugang zur Notfallseite, Kontaktinformationen, Barrierefreiheits-Einstellungen, die Sprachwahl und die Suchfunktion.

Navigation öffnen
Foto: Charité 3R/v. Wardenburg

Charité 3R – Hintergrund

Charité 3R ist aus einer Initiative von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hervorgegangen mit dem Ziel, durch einen Kulturwandel in der biomedizinischen Forschung sowohl den Patientennutzen als auch das Tierwohl zu stärken.

Sie befinden sich hier:

Charité 3R – Von der Vision zur Struktur

Den Startpunkt von Charité 3R markiert der Zusammenschluss führender Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Jahre 2016 mit der Intention, einen Kulturwandel in der tierexperimentellen biomedizinischen Forschung anzustoßen. Ergebnis des Zusammenschlusses bildet ein gemeinsam verfasstes Memorandum (Berliner Initiative für ein Umdenken in der biomedizinische Forschung) dessen Ziel es ist, die Verbesserung der Übertragung von Ergebnissen aus der biomedizinischen Grundlagenforschung in die praktische Anwendung am Menschen - die sogenannte Translation - mit einem Maximum an Tierwohl zu verbinden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Zahl der einzusetzenden Versuchstiere auf das unerlässliche Maß begrenzt, notwendige Tierversuche hinsichtlich ihrer Aussagekraft stetig optimiert und gleichzeitig die Entwicklung von alternativen Ansätzen energisch gefördert werden.

Die Berliner Regierungsparteien haben in ihrer Koalitionsvereinbarung für die Legislaturperiode 2016-2021 die Stoßrichtung des Memorandums aufgegriffen und das Ziel formuliert, Berlin zur Hauptstadt der Alternativmethoden zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund vereinbarten die Charité und das Land Berlin in ihrem gemeinsamen Hochschulvertrag 2018 bis 2022 für zunächst fünf Jahre eine Struktur zu etablieren, um die Forschung und Entwicklung von tierfreien Methoden zu fördern sowie die tierexperimentelle Forschung entlang der 3R-Prinzipien in Forschung und Ausbildung innerhalb der Charité zu stärken und weiterzuentwickeln. Im November 2018 wurde Charité 3R im Rahmen einer offiziellen Eröffnungsfeier gegründet.

Einen spannenden Einblick in Motivation und Zielsetzung von Charité 3R gibt ein Interview mit Dekan Prof. Axel Radlach Pries in der der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Über die Notwendigkeit von Tierversuchen und die ethische Verpflichtung, nach Alternativen zu suchen, spricht er zudem in einem Interview mit der Medizinjournalistin Beatrice Hamberger.

 

Berlin – Von der Hauptstadt der Tierversuche zur Hauptstadt der Alternativmethoden

Berlin galt jahrelang als Hauptstadt der Tierversuche. Die vergleichsweise hohe Zahl an Tierversuchen muss allerdings vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass Berlin gleichzeitig Forschungshauptstadt ist und eine im bundesweiten Vergleich sehr hohe Anzahl an international sichtbaren universitären und ausseruniversitären Forschungseinrichtungen beherbergt. Allein in der Gesundheitswirtschaft arbeiten hier derzeit rund 315.000 Menschen.

Gleichzeigt bringt Berlin aufgrund dieser herausragenden wissenschaftlichen Infrastruktur ein besonders hohes Potential für die Erforschung und Entwicklung von Tierversuchsalternativen und die Weiterentwicklung der 3R-Prinzipien mit, auch, weil hier neben den relevanten Forschungseinrichtungen einzigartige Initiativen wie die bereits im Jahre 2015 gegründete Berlin-Brandenburger Forschungsplattform (BB3R), das BIH QUEST Center for Transforming Biomedical Research, der simulierte Mensch (Si-M) und das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) angesiedelt sind.

Die räumliche Nähe aller relevanten Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft machen Berlin zu dem idealen Standort, um höchste ethische und qualitative Standards bei diesem neuen Forschungsansatz zu erreichen. Langfristiges Ziel ist es, Berlin zur Hauptstadt der Alternativmethoden zu entwickeln und in diesem Bereich eine nationale Voreiterrolle einzunehmen, welche durch Einbindung nationaler Stakeholder eine europaweite Ausstrahlung erhält.

Wichtige Berliner Einrichtungen und Kooperationspartner bei diesem Vorhaben sind: