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Charité 3R: Unsere Vision

In der biomedizinischen Forschung spielen Tierversuche nach wie vor eine wichtige Rolle. Charité 3R will den Tierschutz in diesem Forschungsumfeld verstärkt vorantreiben und nicht ersetzbare Tierversuche verbessern. Gleichzeitig suchen wir energisch nach neuen Möglichkeiten, Tierversuche durch Alternativmethoden zu ersetzen.

Beide Ziele bilden die Kernpunkte unserer Vision: Charité 3R möchte durch einen Kulturwandel in der biomedizinischen Forschung gemäß der 3R-Prinzipien menschliche Erkrankungen besser verstehen, diagnostizieren und therapieren.

 

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Ziele von Charité 3R

Prof. Dr. Axel Radlach Pries im Videointerview
Interview mit Prof. Dr. Axel Radlach Pries und Prof. Dr. Britta Siegmund

Charité 3R hat die Aufgabe, die 3R-Prinzipien in Forschung und Lehre an der Charité sichtbar umzusetzen. Dazu gehört:

  • Forschende zu unterstützen, neue oder verbesserte Alternativmethoden zu Tierversuchen zu entwickeln
  • die Verbreitung und Anwendung vorhandener Alternativmethoden zu unterstützen
  • die Verbesserung von Tierversuchen im Sinne eines höheren Tierschutzes zu ermöglichen
  • Forschende in Alternativmethoden und Tierschutz auszubilden
  • mit Politik und Gesellschaft neue Wege zur Umsetzung des 3R-Prinzips zu entwickeln

In welchen Bereichen ist Charité 3R aktiv?

Charité 3R gliedert sich in die folgenden drei Säulen:

Die Forschungssäule stellt Fördergelder bereit, um die Entwicklung von Alternativmethoden zum Tierversuch zu finanzieren. Auch Maßnahmen zur Verbesserung des Wohls von Versuchstieren werden gefördert.

In der Säule Ausbildung erlernen angehende Forscherinnen und Forscher, auf Basis der 3Rs das geeignete Untersuchungsmodell für ihre wissenschaftliche Fragestellung zu finden. Das verbessert die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen und damit den wissenschaftlichen Nutzen.

Über die Säule Kommunikation initiiert Charité 3R eine breite Debatte zum Thema Tierversuche und Alternativmethoden. Gesprächspartner sind Politik, wissenschaftliche Einrichtungen, Fördereinrichtungen und die allgemeine Öffentlichkeit.

Wem nützt Charité 3R?

Innovative Alternativmethoden und verbesserte Tierversuche sorgen für mehr reproduzierbare Ergebnisse in der biomedizinischen Forschung. Dies ist als Beitrag zu verantwortungsvoller Wissenschaft ein Teil der Charité-Strategie 2030.

Die 3Rs sorgen für eine Verbesserung des Tierwohls. Transparente wissenschaftsbasierte Kommunikation darüber ermöglicht eine offene gesellschaftliche Debatte über Ethik von Mensch und Tier.

Charité 3R unterstützt damit das politische Ziel, Berlin zur Hauptstadt der Alternativmethoden zu machen.

Was hat Charité 3R bisher erreicht?

Eine Auswahl an Ergebnissen:

Charité 3R hat acht Förderlinien aufgelegt, aus denen 35 Projekte finanziert werden. Zahlreiche hochrangige wissenschaftliche Publikationen belegen die Relevanz der Ergebnisse.

Das Einstein-Zentrum EC3R sowie Organo-Strat sind zwei Initiativen, deren Einwerbung Charité 3R maßgeblich unterstützt hat.

Die Charité 3R Toolbox bietet Forschenden einen Online-Einstieg in die 3Rs. Sie enthält Links zu validierten Informationen und Tools renommierter 3R-Institutionen aus aller Welt.

Charité 3R sorgt für Sichtbarkeit der 3R-Thematik. Die steigende Zahl der Webseitenbesuche belegt dies ebenso wie unsere gut besuchten Veranstaltungen.

Tierversuche und Alternativen: Warum und wozu?

Tierversuche helfen, komplexe Krankheiten zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln. Derzeit sind sie in vielen Bereichen noch unersetzlich. Denn Alternativmethoden – etwa Computersimulationen oder Versuche mit menschlichem Gewebematerial – liefern nicht dieselben umfassenden Informationen. Der Nachteil von Tierversuchen: Ihre Ergebnisse lassen sich nicht 1:1 auf den Menschen übertragen.

Dies gilt im Prinzip auch für Alternativmethoden. Aber sie ergänzen das Methodenspektrum und ermöglichen Erkenntnisse, die nicht in Tierversuchen gewonnen werden können. Das kann zu wissenschaftlichen Durchbrüchen führen.